Bankdrücken zählt nicht umsonst zu den drei Königsübungen im Kraftsport, denn mit kaum einer anderen Übung lässt sich die Brustmuskulatur erwiesenermaßen derart effektiv trainieren. Allerdings ist das Bankdrücken auch die Übung, bei der die meisten Probleme auftreten. Gerade Schulterschmerzen sind keine Seltenheit. Woran aber liegt das und wie lassen sich beim Bankdrücken Schulterschmerzen vermeiden?

Ursache 1 – Unsaubere Technik führt zu Fehlbelastung


      

Die wohl häufigste Ursache für Schulterschmerzen beim Bankdrücken ist eine falsche Technik. Schon kleine Abweichungen können den Unterschied ausmachen. Der Grund dafür ist die vergleichsweise komplexe und diffizile Konstruktion unseres Schultergelenks, das sehr empfindlich auf Fehlbelastungen reagiert. Insbesondere Anfänger neigen beispielsweise zum sogenannten “T-Bankdrücken”, wobei die Oberarme nicht angewinkelt werden, sodass Oberkörper und Oberarme ein T bilden. Da sich die Schulter so bereits in einer instabilen Rotationsstellung befindet, ist die Überlastung des Gelenks und der Rotatorenmanschette vorprogrammiert.

Ursache 2 – Muskuläre Dysbalancen

Wer gerne die Brust trainiert, sich im Gegenzug aber nicht mehr als nötig um den Rücken kümmert, der darf sich nicht über Schulterschmerzen wundern. Die so entstehende Dysbalance zwischen Körperfront und Körperrückseite sieht nicht nur ungesund aus, sondern führt langfristig dazu, dass du beim Bankdrücken Schulterschmerzen bekommst. Schließlich sind die Schultern infolge der nur schwach ausgeprägten Rückenmuskulatur bereits im “Normalzustand” nach vorne rotiert und werden damit prinzipiell falsch belastet.

Ursache 3 – Die Bewegung des Schulterblatts ist eingeschränkt

Oftmals liegt der Fehler jedoch an der Trainingsbank selbst. Insbesondere sehr breite und weiche Bänke schränken die Bewegungsfreiheit der Schulterblätter ein. Das führt wiederum dazu, dass die gesamte Muskelkette, die an der Kraftentfaltung beteiligt ist, nicht wirksam zusammenarbeiten kann und somit das Schultergelenk als schwächster Punkt die größte Belastung erfährt.

So kannst du beim Bankdrücken Schulterschmerzen verhindern

Wenn du beim Bankdrücken Schulterschmerzen verhindern willst, lautet Regel Nummer eins natürlich: “Optimiere deine Technik!” Erst, wenn du die Technik im Schlaf beherrschst, solltest du dich an höhere Gewichte heranwagen. Es ist zwar so, dass sich die primär beteiligte Muskulatur recht schnell an eine Belastung gewöhnt, sowohl die Hilfsmuskulatur als auch das zentrale Nervensystem sind jedoch nicht ganz so flott mit dem Lernen. Es mag vielleicht demotivierend sein, langfristig wirst du aber für diesen Tipp noch dankbar sein.

Achte auch darauf, dass du beim Bankdrücken kein “T” bildest, sondern winkelst die Oberarme so an, dass die Hantelstange am niedrigsten Punkt der Bewegung in Höhe deiner Brustwarzen aufliegt. Führe die Stange außerdem nicht schnurgerade nach oben, sondern in einem leichten Bogen, denn so folgst du der natürlichen Bewegungsamplitude des Schultergelenks. Wenn du beim Bankdrücken Schulterschmerzen vermeiden willst, solltest du zudem auf einer möglichst schmalen Bank* trainieren, die deinen Schulterblättern Freiraum lässt. Einige Studios haben für diesen Zweck bereits Bänke angeschafft, die im Bereich der Schultern eine Aussparung haben, sodass du beim Training trotzdem von maximaler Stabilität profitierst.


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