Dass Eiweiß für den menschlichen Organismus der wichtigste Nährstoff ist, darin sind sich im Grunde genommen alle Ernährungsschulen einig. Deutlich auseinander gehen die Meinungen jedoch bei der Frage, welche die beste unter den Eiweißquellen ist, die unser modernes Nahrungsangebot hergibt. Besonders herb tobt dabei die Debatte zwischen den Befürwortern der Mischkost und den Verfechtern der rein pflanzlichen Ernährung. Ohne an dieser Stelle auf ethische oder sonstige Argumente einzugehen, geht es hier schlicht um die Qualität der besten pflanzlichen und tierischen Eiweißquellen.

Auf die Qualität kommt es an

Auch wenn es Viele nicht hören möchten, gibt es in dieser Hinsicht nämlich durchaus Unterschiede zwischen den tierischen und pflanzlichen Eiweißen. Genau genommen sind die meisten tierischen Proteine für den menschlichen Organismus für sich genommen von einer höheren biologischen Wertigkeit, da diese dem körpereigenen Protein des Menschen deutlich ähnlicher sind als die meisten Pflanzenproteine. Bei der Bewertung, was die beste unter den Eiweißquellen ausmacht, spielen aber auch andere Faktoren wie beispielsweise der Fettgehalt oder das Vorhandensein der 9 essentiellen Aminosäuren eine Rolle. Es lässt sich also auch nicht pauschal sagen, dass tierische Proteine jedem pflanzlichen Protein vorzuziehen sind. Deshalb ist es sinnvoll sowohl auf Eiweißquellen aus tierischen als auch aus planzlichen Nahrungsmitteln zurückzugreifen.

Tierische Eiweißquellen

Wer nicht auf tierische Produkte verzichtet, dem steht die breiteste Auswahl an Proteinquellen zur Verfügung, wobei die meisten tierischen Proteinquellen zu den sogenannten vollständigen Proteinquellen zählen, da sie alle essentiellen Aminosäuren beinhalten. Die folgende Auflistung führt dabei nicht unbedingt die tierischen Proteinquellen mit dem absolut höchsten Proteingehalt an, sondern jene, bei denen das Gesamtpaket stimmt. Schweinegelatine beispielsweise besteht zu fast 85 Prozent aus Eiweiß. Dumm nur, dass unser Organismus genau diese Eiweißform nicht nutzen kann. Es zählt also Klasse statt Masse.



Die 10 besten tierischen Eiweißquellen

– Harzer Käse
– Lachsschinken
– Putenbrust
– Wildlachs
– Forellenfilet
– Wildfleisch (Hirsch, Wildschwein, Reh)
– Hühnerei
– Magerquark
– mageres Rindfleisch
– Molke


Pflanzliche Eiweißquellen

Selbst die Beste unter den Eiweißquellen pflanzlicher Natur muss sich gegenüber der besten tierischen Eiweißquelle aufgrund der geringeren Verwandtschaft zur menschlichen Proteinstruktur geschlagen geben. Allerdings kann dieser Makel durch die Kombination verschiedener Eiweißquellen behoben werden, da sich die Aminosäurespektren ergänzen (–> Mehr dazu Artikel Muskelaufbau vegan – geht das überhaupt?). Zudem kann der im Schnitt deutlich geringere Proteingehalt pro 100 Gramm des Lebensmittels durch den Verzehr größerer Mengen ausgeglichen werden.



Die 10 besten pflanzlichen Eiweißquellen

– Erdnüsse
– Quinoa
– Erbsen
– Spirulina (getrocknet)
– Tofu
– Kidneybohnen
– Weiße Bohnen
– Linsen
– Kichererbsen
– Vollkornreis



Fazit

Unter dem Strich kommt es, wie du siehst, gar nicht einmal so sehr darauf an, welche nun die ultimativ Beste unter den Eiweißquellen ist und ob diese nun pflanzlicher oder tierischer Natur ist. Viel entscheidender ist, dass es sich um hochwertige Proteine handelt, die sich im besten Fall ergänzen und eine abwechslungsreiche Ernährungsweise ermöglichen.



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