„No Pain, no Gain!“ Angestachelt von Sprüchen wie diesen treiben sich viele Trainierende zu immer neuen Höchstleistungen. Dass sie ihrem Körper und dem Muskelaufbau damit nicht unbedingt etwas Gutes tun, merken die Meisten erst zu spät. Das Motto „viel hilft viel“ greift nämlich auch beim Kraftsport nicht und führt langfristig höchstens zu Übertraining. Die Symptome kannst du allerdings leicht erkennen und gegensteuern.

Das Übertraining und seine Symptome


      

Im Grunde genommen ist das Training bewusst ausgelöster Stress, der deinen Körper zu Anpassungsreaktionen zwingt. Trainierst du also zu häufig und zu intensiv, hat der Organismus nicht einmal genügend Zeit, um sich zu regenerieren. Die Folge ist eine höhere Verletzungs- und Infektanfälligkeit. Da unser Körper sehr robust ist, offenbart das Übertraining seine Symptome erst, wenn du schon mitten im Übertraining steckst. Hinzu kommt, dass die Symptome auch nicht immer ganz eindeutig sind, zumal Muskelkater, Leistungsplateaus oder schlechter Schlaf auch für sich genommen auftreten können und nicht unbedingt etwas mit Übertraining zu tun haben müssen. Um schwere Folgen zu vermeiden, solltest du sehr genau in deinen Körper hineinhorchen. Je mehr der folgenden Symptome gemeinsam auftreten, desto wahrscheinlicher ist es, dass dein Körper mit deinem aktuellen Trainingspensum überlastet ist.

Typische Symptome für akutes Übertraining:

  • Permanente Müdigkeit auch ohne akuten Schlafmangel
  • Leichte Reizbarkeit und das Gefühl ständig gestresst zu sein
  • Schweregefühl in den Beinen
  • Dein Appetit schwankt oft zwischen Heißhunger und Appetitlosigkeit
  • Plötzliche Zunahme von Körpergewicht
  • Häufiger auftretende Infekte und Erkältungssymptome
  • Sinkende Lust auf Sex
  • Häufige Gelenkschmerzen
  • Starker und ungewöhnlich lang anhaltender Muskelkater
  • Leistungsplateaus, die sich nicht überwinden lassen
  • Einschlafprobleme oder Durchschlafschwierigkeiten



So schlägst du dem Übertraining ein Schnippchen

Je mehr der erwähnten Symptome gemeinsam auftreten, desto wichtiger ist es, dass du möglichst schnell handelst. Zunächst einmal muss dein Körper Ruhe bekommen und die Gelegenheit erhalten, sich vollständig zu regenerieren. Sobald drei bis vier Symptome auftreten, solltest du zwei Wochen Trainingspause einlegen und dich mit leichtem Radfahren oder Wandern aktiv regenerieren. Damit das Übertraining seine Symptome aber gar nicht erst entfalten kann, ist Vorbeugung natürlich noch besser. Gönne deinem Körper also immer ausreichend Ruhe zwischen zwei Trainingseinheiten. Ideal sind 48-72 Stunden, bevor du eine Muskelgruppe erneut trainierst.


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