Der Sommer rückt unaufhaltsam näher. Und wie in jedem Jahr versuchen auch unzählige Freizeitsportler, ihren Körper für die Freibadsaison in Form zu bringen. Je knapper die Zeit dabei wird, desto höher stehen Trainingsprogramm der Marke “In X-Wochen zur Traumfigur” im Kurs. Doch kann das wirklich funktionieren oder sind die Versprechungen zu groß?

Wie sieht das typische Training aus?


      

Typisch für solche Fitnessprogramme ist ein umfassendes Konzept, das neben einem Trainingsplan auch ein Ernährungskonzept umfasst. Beides zielt auf eine Körpertransformation ab, im Rahmen derer das optisch bestmögliche Ergebnis erzielt werden soll. Um die Funktionsweise im Detail zu beleuchten, nehmen wir als Beispiel das 10 Wochenprogramm des bekannten Personaltrainers Julian Zietlow. In puncto Training liegt der Fokus auf dem intensiven Krafttraining, um erstens zusätzliche Kraft aufzubauen und zweitens, um den Muskelerhalt durch den hochintensiven Wachstumsreiz trotz des Kaloriendefizits zu fördern.

Um binnen 10 Wochen das Maximum an Intensität zu erreichen, kommen vor allem Übungen zur Anwendung, die möglichst viele Muskelgruppen und Gelenke zugleich miteinbeziehen. Für stets abwechslungsreiche Muskelreize sorgt darüber hinaus der Wechsel zwischen verschiedenen Übungen im Zweiwochentakt. Im Fall des 10 Wochenprogramms folgt nach der fünften Woche zudem der Wechsel von einem 2er-Split nach dem Push-Pull-Prinzip auf einen 3er-Split.

Besonderheiten der Ernährung

Um in 10 Wochen das Maximum aus dem eigenen Körper herauszuholen, muss die Ernährung zu 100 Prozent stimmen. Das bedeutet, in erster Linie, dass ein zuvor errechnetes Kaloriendefizit ebenso strikt einzuhalten ist, wie die vorgegebene Nährstoffverteilung. Hier spielt insbesondere das Protein eine tragende Rolle, das in erster Linie aus hochwertigen Quellen stammen muss. Tabu sind hingegen Junk-Food, alkoholische Getränke sowie Süßigkeiten.

Um für eine vollwertige Ernährung zu sorgen, wird die Ernährung durch den Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln wie Whey Protein, BCAAs und Fischölkapseln abgerundet. Wie die Nahrungsergänzungsmittel im Einzelnen einzusetzen sind, wie genau trainiert werden muss und wie die individuelle Ernährung geplant wird, wird im Rahmen des Kursmaterials erläutert.

Hält das Konzept, was es verspricht?

Dass viele dieser Konzepte trotz der kurzen Zeitspanne tatsächlich funktionieren, zeigen die Erfahrungen mit dem 10 Wochenprogramm von Julian Zietlow. Allerdings sollten sich potentielle Teilnehmer dessen bewusst sein, dass der Erfolg nur dann möglich ist, wenn die erteilten Ratschläge und festgesetzten Pläne zu 100 Prozent befolgt werden. Hinter den strahlenden Erfolgsgeschichten stehen nämlich mindestens ebenso viele Teilnehmer, die sich mit wesentlich geringeren Erfolgen begnügen müssen.

Das liegt aber nicht etwa daran, dass das Programm nicht funktioniert, sondern an fehlender Disziplin oder an einer zu schlechten Ausgangsposition. Denn auch wenn ein Transformationskonzept funktioniert, können in 10 Wochen keine Veränderungen vollbracht werden, für die es unter gesunden Voraussetzungen ein Jahr braucht.


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