Durch die Vielzahl an Gelenken und Muskeln, die beim Kreuzheben in den Bewegungsablauf einbezogen werden, handelt es sich um eine der effektivsten Übungen für den Muskelaufbau. Nichtsdestotrotz sind oft Rückenschmerzen nach dem Kreuzheben an der Tagesordnung, was natürlich kein gutes Zeichen ist. Was aber sind die Ursachen und wie lässt sich den Beschwerden vorbeugen?

Rückenschmerzen durch falsches Training


      

Der mit Abstand häufigste Grund für das Auftreten von Rückenschmerzen nach dem Kreuzheben ist eine suboptimale Trainingstechnik. Das betrifft aber bei weitem nicht nur Anfänger, die die richtige Technik gerade erst erlernen, sondern auch viele erfahrene Athleten. Ursächlich ist die Tatsache, dass sich jeder Sportler mit der Zeit sozusagen eine eigene Technik aneignet, die minimale Variationen aufweist, um somit beispielsweise individuelle physiologische Einschränkungen wie verkürzte Sehnen oder anatomische Einschränkungen der Gelenke auszugleichen. Diese Abweichungen müssen nicht einmal groß sein, um langfristig zu Schmerzen, Verletzungen und sogar chronischen Schäden zu führen, zumal gerade beim Kreuzheben extrem hohe Lasten bewegt werden.

Rückenschmerzen nach dem Kreuzheben vorbeugen

Wer Rückenproblemen vorbeugen will, sollte seine Technik regelmäßig von einer fachkundigen Person kontrollieren lassen, denn viele kleine Abweichungen sind für die meisten Athleten selbst mit Hilfe eines Spiegels nicht ersichtlich. Idealerweise fragst du erfahrene Athleten oder ausgebildete Trainer um Hilfe. Diese können dir sowohl Tipps hinsichtlich der Technik als auch bezüglich der Verwendung von ergänzendem Equipment wie Gewichtheberschuhen* oder einem Gürtel* geben. Darüber hinaus solltest du auch beim Kreuzheben das Ego in der Umkleidekabine lassen und zu Gunsten der Technik etwas weniger Gewicht auflegen. Das hat den gleichen Trainingseffekt und schont gleichsam die Wirbelsäule und die Bandscheiben. Hinzu kommt freilich ein vernünftiges Aufwärmprogramm, um Gelenke, Muskulatur und Bindegewebe langsam auf die kommende Extrembelastung vorzubereiten.

Schmerzursache Spinalkanalstenose

Speziell ältere Athleten oder solche, die mit extremen Lasten trainieren, haben ihre Rückenschmerzen nach dem Kreuzheben oftmals auch einer sogenannten Spinalkanalstenose zu verdanken. Kurz gesagt handelt es sich dabei um eine Verengung des Wirbelkanals entlang der Wirbelsäule, sodass zusätzlicher Druck auf den dort verlaufenden Nervenstrang ausgeübt wird. Zurückzuführen ist die Spinalkanalstenose meist auf altersbedingten Verschleiß oder physische Überlastung, wie sie auch durch die Verwendung zu schwerer Gewichte beim Kreuzheben auftreten kann. Typische Symptome dafür, dass die Rückenschmerzen nach dem Kreuzheben von einer Spinalkanalstenose verursacht werden, sind unter anderem:

  • Muskelverspannungen im Lendenwirbelbereich
  • Rückenschmerzen beim längeren Stehen bei aufgerichtetem Rücken
  • leichte Taubheitsgefühle bzw. Gefühlsstörungen unterhalb der Lendenwirbelsäule

sowie Bewegungseinschränkungen im Bereich des unteren Rückens, die nur mit Schmerzen überwunden werden können. Solltest du des Öfteren solche Symptome bei dir feststellen, solltest du einen Arzt aufsuchen, bevor du wieder mit dem Kreuzheben beginnst.



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