Es vergeht kaum Zeit, ohne dass ein neues Wundermittel zum einfachen Abnehmen den Markt aufmischen will. Angefangen beim weithin bekannten SlimFast bis hin zu erweiternden Tabletten, mit denen Diäten angeblich zum Kinderspiel werden sollen. Doch was ist wirklich an den Versprechen der Abnehmindustrie dran? Können einzelne Mittel den Erfolg beim Gewichtsverlust ausmachen oder geht doch nichts über körperliche Ertüchtigung und das Zählen von Kalorien?

Der Kampf gegen Kohlenhydrate – Moderne Hexenverfolgung?


      

Seit einiger Zeit rückt der Kampf gegen Kohlenhydrate stärker in den Vordergrund bei der Suche nach erfolgreichen Methoden zum Abnehmen. Die Argumentation liest sich dabei auf den ersten Blick einleuchtend. Da der menschliche Körper im Sinne seiner Evolution nicht auf die Verarbeitung bereits weiter verwerteter Kornprodukte trainiert sei, würden diese dick machen. Nudeln und Mehl sind von dieser Annahme besonders betroffen. Die Lösung der Abnehmindustrie? Alternativen, die nicht auf Kohlenhydrate setzen. Doch hierbei will genau auf die Kalorienangaben geachtet werden. Denn auch Produkte, die besonders wenige Kohlenhydrate aufweisen können dick machen. Der Sprung weg von den Kohlenhydraten wird häufig noch unangemessen gelöst, sodass mehr Fette oder andere Dickmacher wie zum Beispiel Zucker oder Zuckerersatz zum Einsatz kommen müssen.

Das Zauberwort „Fettreduziert“

Natürlich werden nicht nur Produkte angeboten, die soweit es möglich ist auf Kohlenhydrate verzichten. In so gut wie jedem Supermarkt finden sich viele fettreduzierte Produkte. Die Logik liegt auf der Hand. Fett macht dick, auf Fett zu verzichten sollte also dünn machen. Im Grunde ist diese Annahme gar nicht verkehrt. Nur ist es so, dass die meisten fettreduzierten Produkte auf bestimmte Tricks zurückgreifen, durch die sie ihren Geschmack behalten sollen. Fett ist ein Geschmacksträger, wenn ein Produkt also ein Geschwisterprodukt in fettreduzierter Form hat, müsste dieses eigentlich auf Kosten des Geschmacks gehen. Die Industrie greift auf ein weithin bekanntes Mittel zurück, um dieses Problem zu umgehen: Zucker kommt zum Einsatz. Andere fettreduzierte Produkte enthalten teils künstliche Geschmacksverstärker oder ähnliche Mittel. Bevor das fettreduzierte Produkt also als Alternative gebraucht wird, sollte man einen eingehenden Blick auf die Zutatenliste und die Nährwerttabelle des jeweiligen Produkts werfen. Es verstecken sich häufig Kalorien oder sogar bedenkliche Inhaltsstoffe in Produkten.

Die Fett-weg Wunderpille

Schon lange ist man auf der Suche nach dem einen Mittel, das auf beinahe magische Weise die Pfunde purzeln lässt. Die große Zahl an Joggern, Wanderern und Fitness Studios spricht aber dafür, dass eben dieses Mittel schlicht nicht gefunden wurde. Es finden sich vor allem im Internet genügend Mittel, die sich als Wundermittel anpreisen und es ist auch durchaus möglich, mit einigen von diesen Ergebnisse zu erzielen. Bedacht werden sollte jedoch immer, dass viele oder die meisten dieser Mittel als gesundheitlich bedenklich gelten. Einer der Tricks für eine schlanke Figur bestand für erfolgreiche Models etwa lange Zeit darin, Tabletten einzunehmen, die sich dann im Magen wie ein Schwamm ausgebreitet haben. So wird zwar der Magen künstlich verkleinert, für das langfristige Wohlbefinden sind solche Mittel jedoch ohne Zweifel stark schädlich.

Proteinpulver – Sportliche Aktivität adäquat unterstützen

Ein Mittel, das jedoch gesunde Wirkung erzielen kann, ist das mittlerweile auch in Supermärkten erhältliche Proteinpulver. Dieses versorgt den Körper mit zusätzlichem Eiweiß und verfügt je nach Pulver über eine darüber hinaus sättigende Wirkung. Proteinpulver ist jedoch als Ergänzungsmittel gedacht. Es ersetzt keinen Tagesbedarf an nährender Energie und unterstützt den Körper in der Umsetzung von Fett und Muskelmasse. Denn Sport ist nach wie vor der gesündeste Weg zu einem schlanken Körper. Hierbei ist es natürlich wichtig, die eigenen Belastungsgrenzen zu erkennen. Ein Facharzt kann hierbei beraten oder auch dabei helfen, einen gesunden Trainings- und Ernährungsplan zu entwerfen. Auch langfristig lassen sich mit Sport und gesunder Ernährung gute Ergebnisse erzielen und vor allem halten.



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