Dass eine ausreichende Proteinversorgung für den Muskelaufbau unabdingbar ist, ist nicht nur hinlänglich bekannt, sondern wird von den meisten Athleten dementsprechend auch konsequent umgesetzt. Nichtsdestotrotz ist es oftmals gar nicht so einfach, genügend Protein über feste Nahrung aufzunehmen, weshalb gerne zu Proteinpräparaten gegriffen wird, welche die Versorgungslücken füllen und jeweils auf unterschiedliche Einsatzzwecke zugeschnitten sind. Wer hingegen nicht auf mehrere Spezialprodukte, sondern auf ein einziges Erzeugnis setzten möchte, greift auf das oft unterschätzte Mehrkomponenten-Protein zurück, das entgegen seinem Ruf viele Vorteile für den Muskelaufbau hat.

Mehrkomponenten-Proteine bieten ein breites Aminosäurespektrum
Bildquelle: https://pixabay.com/de/cashewkernen-nut-protein-1098177/

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Der offensichtlichste Aspekt, der für die Mehrkomponenten-Proteine spricht, ist der Preis, denn es ist in der Regel deutlich günstiger, in ein solches Alround-Produkt zu investieren als in zwei bis drei unterschiedliche Spezialprodukte wie Whey oder Casein. Tatsächlich ist der Kostenvorteil aber bei Weitem nicht der einzige Vorzug des Mehrkomponenten-Proteins, denn die Mischung unterschiedlicher Proteinquellen führt zu einem möglichst reichhaltigen Spektrum an Aminosäuren. Im Gegensatz zu reinen Molke-, Milch-, Reis- oder Sojaproteinen, die an dieser Stelle jeweils individuelle Defizite aufweisen, erhält der Organismus somit mit jeder Proteingabe ein optimal ausbalanciertes Aminosäuresprektrum, das durch seine hohe biologische Wertigkeit bestmöglich für die Reparatur respektive den Neuaufbau von Zellgewebe genutzt werden kann.

Pflanzliche Proteinquellen als sinnvolle Beimischung

Die meisten Mehrkomponenten-Proteine basieren dabei auf verschiedenen Darreichungsformen von Molken- oder Milchprotein und werden durch die Hinzugabe von Ei-Protein ergänzt. Insbesondere in den vergangenen Jahren ist die Beimischung von pflanzlichen Proteinquellen wie Reis-, Erbsen-, Soja- oder sogar Hanfprotein immer beliebter geworden, wodurch die Variabilität der Nährstoffzusammensetzung nochmals erhöht wurde. Insbesondere Freizeitsportler, die nicht auf tierische Produkte zurückgreifen möchten, erhalten durch rein pflanzliches Mehrkomponenten-Protein zudem die Möglichkeit ihrerseits von den Vorzügen dieser Produktklasse zu profitieren, zumal die meisten pflanzlichen Proteine für sich genommen keine besonders hohe biologische Wertigkeit aufweisen – ihre Kombination hingegen schon.

Multifunktionale Einsatzbarkeit


      

In der Praxis sind dem Einsatz von Mehrkomponenten-Proteinen keine Grenzen gesetzt, wenngleich sie sich aufgrund der Tatsache, dass sie über ein breit gefächertes Aminosäurespektrum verfügen und zudem vergleichsweise langsam in den Blutkreislauf gelangen, am besten als Mahlzeitersatz eignen. Wer also seinen Proteinbedarf nicht über feste Nahrung decken kann, kann die sogenannten MKPs entweder in Form von Shakes zu sich nehmen oder diese gleich zur Zubereitung von proteinreichen Gerichten wie Protein-Porridge, Pfannkuchen, Muffins oder eigens hergestellten Proteinriegeln nutzen. In Kombination mit ein wenig Leinöl kann die Aufnahmedauer der Proteine nochmals etwas verlangsamt und auf rund sechs bis sieben Stunden gestreckt werden, sodass mit Hilfe dieser Produkte auch die nächtliche Proteinversorgung sichergestellt werden kann, ohne dass dazu ein Casein notwendig wäre. Ganz gleich, welches Protein letztlich zur Anwendung kommt, sollte die Qualität immer an oberster Stelle stehen, was durch seriöse und fachkundige Shops sichergestellt wird.

Fazit

Auch wenn sich die Aufnahmegeschwindigkeit nicht beschleunigen lässt, so bedeutet dies dennoch nicht, dass sich Mehrkomponenten-Proteine im Umkehrschluss nicht doch für den Einsatz unmittelbar nach dem Training eignen, denn MKPs enthalten allesamt auch schnell-verdauliche Proteinquellen, wenn auch nicht in der Konzentration wie reine Whey- oder Soja-Proteine. Wer aber an dieser Stelle Geld sparen möchte und nicht unbedingt Wert auf die absolute Optimierung der Nährstoffversorgung legt, macht mit Mehrkomponenten-Protein alles richtig.


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  1. Markus sagt:

    hallo an alle :)
    ich hab eine frage zu den verschiedenen eiweißprodukten. da ja überall was anderes steht was besser oder schlechter bzw. vor und nachteile hat wollte ich mal fragen ob man die verschiedenen eiweiße auch mischen kann ?

    ich nehme früh zum frühstück IronMaxx Protein90 ( 9 komponenten eiweiß )
    IronMaxx Krea7 Superalkaline Kreatin ( 1 kapsel )

    nach dem training Whey Amino BCAA ( 5 tabletten ) und 2 kapseln Krea7 Kreatin

    vor dem schlafen wieder das IroMaxx Protein90

    ist das so in ordnung…oder kann man da was besser machen?
    lg markus

    • Max sagt:

      Hi Markus,

      mit unterschiedlichen Proteinen machst du nichts falsch. Im Gegenteil kann je nach Einnahmezeitpunkt und Strategie ein anderes Protein von Vorteil sein. Deine beiden Produkte würde ich genauso über den Tag verteilen, das Mehrkomponenten Protein in der Früh und abends. Die schnell wirkenden Whey und BCAAs nach dem Training. Creatin nimmst du ebenfalls richtig ein, in der Früh und nach dem Training sind die besten Einnahmezeitpunkte.

      Einen Verbesserungsvorschlag hätte ich jedoch: Whey Amino BCAA würde ich direkt vor dem Training nehmen, dann nutzt du das anabole Fenster besser aus und die Proteine stehen genau zu dem Zeitpunkt zur Verfügung, wenn die Aufnahmefähigkeit der Muskeln am höchsten ist.

      Grüße
      Max

      • Markus sagt:

        vielen dank für die sehr hilfreiche antwort und deinen verbesserungsvorschlag.
        das werde ich auf jeden fall so machen.
        vitamin b complex nehme ich jetzt in der früh auch noch dazu 😉
        wie gesagt…vielen dank für alles und kompliment an diese hervorragende plattform … daumen hoch :)