Aminosäuren sind nicht nur ein Baustoff für die Muskeln, sie kurbeln den Proteinstoffwechsel erst so richtig an. Je mehr Aminosäuren mit der Nahrung aufgenommen werden, umso mehr wird der Aminosäuren- und Proteinaufbau im Muskel stimuliert. Sogar ohne Sport haben die Aminosäuren eine anabole Wirkung. In Kombination mit Krafttraining, steigt die muskelaufbauende Wirkung der Aminosäuren beachtlich.

Studie: Muskelproteinsynthese um 291% erhöht


      

In der Universität von Texas wurde im Rahmen einer Studie die Auswirkung von Krafttraining auf die Muskelproteinsynthese untersucht. Die Studie wurde an 6 untrainierten Männern durchgeführt. Die Probanden waren zwischen 24 und 34 Jahre alt, sie wogen zwischen 68 und 78 kg und waren zwischen 1,67 und 173 m groß. Nach einer leichten 10 minütigen Aufwärmeinheit am Fahrradergometer absolvierten die Testpersonen Übungen an der Beinpresse (5 Sätze mit je 10 Wiederholungen, 12RM) sowie Beinbeuger, Beinstrecker und Duo-Squat (je 4 Sätze mit 8 Wiederholungen, 10RM). Jeder Satz dauerte 30 Sekunden, Pausen zwischen den Sätzen betrugen je 2 Minuten. Unmittelbar vor dem Training wurden Aminosäuren intravenös verabreicht.

Ergebnis: Die Muskelproteinsynthese stieg bereits während des Trainings an. Am höchsten war sie unmittelbar nach der Trainingseinheit, nämlich um 291% erhöht!

Fazit

Schnell verdaubare Aminosäuren vor dem Training kurbeln den Proteinstoffwechsel ordentlich an. Die Proteineinlagerung in die Muskelzellen läuft somit auf Hochtouren. Zur Proteinversorgung eignet sich am besten das Whey-Protein in Kombination mit verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA’s). Eine solche Mischung liegt z.B. im Optimum Nutrition 100 % Whey Gold Standard Protein Double Rich* vor.

      

Woher ich das weiß?
Auf diese Studie wurde ich durch das Buch Geheimnis Eiweiß: Die Protein-Diät* aufmerksam. Ein sehr empfehlenswertes Buch über Proteine, geschrieben von Dr. Strunz.


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  1. Daniel sagt:

    Beim Lesen dachte ich schon, daß ich jetzt vor dem Training Eiweiß zu mir nehmen sollte, und habe mir überlegt, ob mir dann wohl beim Training schlechtwerden wird. Aber ich glaube, der Aufsatz sagt etwas anderes. Die Schlußfolgerung ist:
    „Net protein synthesis during amino acid administration can be doubled by previous performance of heavy resistance exercise.“ Bei 6 Männern wurde die Wirkung einer Aminosäureinfusion in Ruhe und VOR Beinkrafttraining verglichen.
    „We conclude that the stimulatory effect of exogenous amino acides on muscle protein synthesis is enhanced by prior exercies, perhaps in part because of enhanced blood flow. Our results imply that protein intake immediately after exercise may be more anabolic than when ingested at some later time.“
    Das heißt: VOR der Eiweißeinnahme Krafttraining machen!

    • Max sagt:

      Hi Daniel,

      bei diesem Versuch wurden die Aminos direkt ins Blut gespritzt. Wenn du Protein über Nahrung aufnimmst, dauert es mindestens eine halbe Stunde bis das Protein im Blut ankommt. Wenn du also den gleichen Effekt erreichen willst, musst du das Protein vor dem Training nehmen, damit es unmittelbar nach dem Training wirksam wird.

      Grüße
      Max

      • Daniel sagt:

        Ach so meinst Du das. Ja, das finde ich plausibel. Also einen Eiweißshake mindestens 30 Minuten vor dem Training einnehmen. Ich denke mir, daß auch 1 oder 2 Stunden gut sein könnten.
        Mehr zum Proteinstoffwechsel: http://www.dr-moosburger.at/pub/pub019.pdf (Der Autor betont oft, daß man nicht viel Protein braucht und daß das Protein der Nahrung genügt, nennt dann aber doch 1,5 bis 1,8g pro Kg. Körpergewicht – was ohne Eiweißpulver m.E. schwer zu schaffen ist.)
        Daniel